Abb. 4: Genau wie bei den dem Licht abgewandten Facetten verfahren Sie anschließend mit den anderen. Auf Ihrem Notizzettel könnte stehen: „1. Maske, 4. Phase – obere Facetten in hellblau.“ und „1. Maske, 5. Phase – linke Facetten in hellblau. ACHTUNG: an der Kante zwischen den oberen und den linken Facetten Tonunterschied stehen lassen!“ Da die bereits fertigen Facetten an den Kanten zu den neu zu spritzenden jeweils dunkler sind, müssen sie vorläufig nicht wieder abgeklebt werden.
Nachdem nun der Schatten und die Facetten in der 1. Maske bearbeitet wurden, entfernen Sie alle jetzt noch klebenden Abdeckfilmteile. Die 1. Maske hat ihre Schuldigkeit getan. Vor dem Weitermachen müssen Sie den gesamten Illustrationskarton wieder abkleben. Weitere Arbeiten werden ab jetzt in der 2. Maske vorgenommen.
Abb. 5: Die letzte noch zu bearbeitende Fläche in unserem Beispiel ist die Oberfläche des Buchstabens. In ihr soll sich einfach nur ein blauer Himmel spiegeln. Schneiden Sie diese Fläche sorgfältig aus. Sie müssen dabei lediglich wieder die konvexen Kanten zu den Facetten beachten und dort einen dünnen Streifen abgeklebt lassen. Die so entstehenden Lichtkanten, die auf der dem Licht zugewandten Seite liegen, werden etwa doppelt so breit wie die anderen. Aufschreiben können Sie für diesen Arbeitsschritt: „2. Maske, 1. Phase – Oberfläche als Verlauf von dunkelblau bis weiß. ACHTUNG: Lichtkanten stehen lassen!“
Abb. 6: Die fertige Illustration
Die Gesamtwirkung läßt sich noch weiter steigern, wenn man mit einem deckenden Weiß Überstrahlungen einarbeitet. Natürlich gibt es auch dafür Regeln. Im Beitrag „Spiegelnde Oberflächen“ in er Ausgabe 1/86 der Airbrush-Zeitung (wird vielleicht später fürs Web aufbereitet) sind sie ganz kurz angeschnitten. Wer noch tiefer in die Materie einsteigen möchte, kann dies mit Hilfe eines meiner Bücher mit dem Titel “Airbrush, Spiegelung in Theorie und Praxis” versuchen. Als Bezugsquelle bietet sich http://www.amazon.de an.
Und nun viel Erfolg. Denken Sie immer daran: Übung erst macht den Meister – und ohne dieselbe ist wirklich noch kein Meister vom Himmel gefallen.